Lateinamerika-Gruppe Münster

Wir sind eine kleine, bunt gemischte Gruppe. Seit längerem arbeiten wir thematisch zu ausgewählten Ländern in Lateinamerika. Langfristig betreuen wir den Fall von Berta Caceres aus Honduras. Sie wurde trotz Polizeischutz in ihrem Haus ermordet. Neun Personen, die für die Ermordung von Berta Cáceres verantwortlich sein sollen, wurden festgenommen. Doch sowohl die Indigenenorganisation COPINH, deren Sprecherin sie war, als auch eine internationale Expertengruppe gehen davon aus, dass noch weitere Personen an dem Mord beteiligt waren. Wir setzen uns ein für die Aufklärung der Tat und den zukünftigen Schutz der Umweltaktivisten, zu denen auch Berta Caceres Tochter gehört.

Wir beteiligen uns aber auch an aktuellen Kampagnen von Amnesty International oder reagieren auf Anfragen, die von anderen Gruppen an uns heran getragen werden. Wir veranstalten regelmäßig Infostände zum Beispiel zum internationalen Tag für die Rechte der Frau, zum Weltkindertag oder zum Christopher Street Day.

Treffen: finden nach Absprache im Bezirksbüro statt

Kontakt: Ulrike_Krause(at)t-online.de

Ständefest des CSD Münster

Am 27.8.2022 namen wir mit einem Infotisch am Ständefest des Christopher Street Days Münster teil. Zu zwei Petitionen wurden zahlreiche Unterschriften gesammelt. Leider wurde das friedliche Fest durch einen tötlichen Angriff auf einen CSD-Teilnehmer überschattet. Auch wir von Amnesty Münster möchten an dieser Stelle unsere Fassungslosigkeit äußern.

Stand zur Freilassung von Julian Assange

Am 6.8.2022 sammelten wir vor der Überwasserkirche zahlreiche Unterschriften zur Freilassung von Julian Assange.

Abendgespräch: Gewalt gegen Frauen – in Münster und weltweit

Am Mittwoch, den 6.4.2022 luden wir gemeinsam mit dem Eine Welt Netz NRW zu einem Abendgespräch in den Hörsaal im Schloss von Münster ein. In Kurzvorträgen wurde auf die Situation der Frauen in Polen, Afghanistan und Peru aufmerksam gemacht. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von dem Duo Contraviento.

Isabel Liptay vom Duo Contraviento

60 Jahre Amnesty International

Auf einem Infostand in der Innenstand stellten wir die Einzelfälle vor, die anlässlich des 60. Geburtstages von Amnesty International veröffentlicht wurden. Gleichzeitig konnten Passaten auf einer überdimensionalen Kerze ihre Wünsche für die Zukunft der Menschenrechte mitteilen.

Gerechtigkeit für Berta Cáceres

63 Monate liegt der Mord an der Umweltaktivistin Berta Cáceres jetzt zurück und noch immer ist dieses Verbrechen noch nicht vollständig aufgeklärt. Beteiligt Euch an der spanischen online-Petition, die Gerechtigkeit für Berta Cáceres und ihre Familie fordert.

Photographs taken during a mission in Honduras for visit the local NGO COPINH

Mahnwache zu Myanmar

Am Mittwoch, 12.Mai,  wurde im Friedenspark eine Mahnwache für die Opfer des aktuellen Militärputsches in Myanmar durchgeführt.

Angeregt wurde diese durch Dr.Thomas Brüninghaus, der hier über mehrere Monateinregelmäßigen Abständen die Anzahl der Todesopfer sowie der politischen Gefangenen aktualisiert werden. Die Militärjunta hat aktuell fast 800 tote Zivilisten sowie über 5000 Gefangene zu verantworten. Dr. Kajo Schukalla von der Gesellschaft für bedrohte Völker sprach über die Nationalitätenproblematik und die chinesische Einflußnahme, wir von Amnesty International haben über die Einflussmöglichkeiten von Amnesty International infomiert. Amnesty USA hat hierzu eine online-Petition gestartet. Dieser kleine Ausflug nach Asien schien uns aufgrund der aktuellen Ereignisse angezeigt.

World Environment Day

Vor vier Jahren wurde die Umweltaktivistin Berta Cáceres aus Honduras ermordet. Am World Enviroment Day am 5. Juni 2020 möchten wir auf die Gefahren aufmerksam machen, denen Umweltaktivist*innen ausgesetzt sind – nicht nur in Honduras und Zentralamerika, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt. Frauen wie Berta inspirieren Menschen auf der ganzen Welt. Lasst uns ihren Mut feiern: #4Berta #Brave

https://www.amnesty.org/en/get-involved/take-action/verdad-y-justicia-para-berta-caceres/

Mensastand zu Chile und Venezuela

Auch am 21.2.2020, sammelten wir in der Mensa Unterschriften zu unten beschriebener Chile-Petition. Darüber hinaus machten wir auf eine Postkartenaktion zu Gunsten Geflüchteter aus Venezuela aufmerksam.

Postkartenaktion für die Geflüchteten aus Venezuela

Chile – Aufstand gegen die Regierung

Am 15.2.2020 waren wir mit einem Infostand Gast auf der Veranstaltung “Chile Despertó – Chile ist erwacht” des Duo Contravientos.

Die Proteste der chilenischen Bevölkerung hatten sich im Oktober 2019 an einer Erhöhung der Fahrpreise für den öffentlichen Nahverkehr entzündet. Schnell kamen grundsätzlichere Forderungen hinzu, wie eine Reform des Rentensystems und eine neue Verfassung. Die Sicherheitskräfte und das Militär reagierten mit unverhältnismäßiger Gewalt auf die Proteste. Seit Beginn des Aufstandes gegen die Regierung von Präsident Sebastian Piñera sind 30 Menschen getötet worden und mehr als 400 Menschen haben teils schwere Verletzungen an den Augen durch Gummigeschosse der Polizei erlitten.

Bei der Veranstaltung mit Musik, Texten und Projektionen sammelten wir insgesamt 80 Unterschriften für eine Petition an die Regierung.

Briefmarathon

Am 20.12.2019 stellten wir in der Stadtbücherei drei ausgewählte Fälle des Briefmarathons vor. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der nahenden Feiertage konnten wir außergewöhnlich viele Unterschriften sammeln, was die Veranstaltung zu einem schönen Jahresabschluss für uns machte.

Mensastand

Am 25.10.2019 sammelten wir in der Mensa am Aasee Unterschriften für die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh.

Weltkindertag

Am 22.9.2019 waren wir mit einem Infostand auf dem Fest zum Weltkindertag im Südpark vertreten. Die Kinder konnten sich an einem Quiz zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beteiligen. Ihre Eltern konnten Appellbriefe zu Berta Caceres (siehe oben) und zum Fall der 18jährigen tunesischen inhaftierten Menschenrechtlerin Maissa al-Oueslati abschicken.

Inzwischen erreichte uns die Nachricht, dass Maissa al-Oueslati frei gelassen wurde. Sie selbst war von der großen Unterstützung durch Amnesty International überwältigt. Sie hätte nicht damit gerechnet, festgenommen zu werden. Dieser Vorfall bestärke sie jedoch in ihrer Entschlossenheit, sich weiter für eine positive Veränderung in Tunesien einzusetzen.

Aktionen zur Freilassung von Nasrin Sotoudeh

Am Samstag, 14.9.2019, beteiligten wir uns zusammen mit anderen Münsteraner Amnesty Gruppen an einer überregionalen Aktion zur Freilassung von Nasrin Sotoudeh. Die iranische Menschenrechtsanwältin ist aufgrund ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt worden. Eingesetzt hatte sie sich zum Beispiel gegen die Todesstrafe und für Frauenrechte. So hat sie sich auch für Frauen eingesetzt, die gegen die Zwangsverschleierung im Iran protestiert hatten. Drei dieser Frauen sind selbst inhaftiert.

An diesem Tag machten wir mit Plakaten und Megaphondurchsagen auf ihren Fall aufmerksam und konnten viele Passanten zum Unterschreiben der Aktionspostkarten motivieren. Unterstützt wurden wir von dem persisch-deutschen Kulturverein Poll e.V.

Am Freitag, 27.9.2019, folgten wir dann der Einladung von Poll e.V. und besuchten mit unserem Infomaterial die Kulturveranstaltung „Ex Oriente Lux“, af der klassische persische Musik, Gedichte, Texte und Tanz vorgetragen wurden. Die BesucherInnen konnten neben den Appellbriefen auch Solidaritätskarten an die Familie von Nasrin Sotoudeh schreiben.

 

 

3. September 2022