Lateinamerika-Gruppe Münster

Wir sind eine kleine, bunt gemischte Gruppe. Seit längerem arbeiten wir thematisch zu ausgewählten Ländern in Lateinamerika. Langfristig betreuen wir den Fall von Berta Caceres aus Honduras. Sie wurde trotz Polizeischutz in ihrem Haus ermordet. Bislang wurde niemand für diesen Mord zur Rechenschaft gezogen. Wir setzen uns ein für die Aufklärung der Tat und den zukünftigen Schutz der Umweltaktivisten, zu denen auch Berta Caceres Tochter gehört.

Wir beteiligen uns aber auch an aktuellen Kampagnen von Amnesty International oder reagieren auf Anfragen, die von anderen Gruppen an uns heran getragen werden. Wir veranstalten regelmäßig Infostände zum Beispiel zum internationalen Tag für die Rechte der Frau, zum Weltkindertag oder zum Christopher Street Day.

Treffen: finden nach Absprache im Bezirksbüro statt

Kontakt: Ulrike_Krause(at)t-online.de

World Environment Day

Vor vier Jahren wurde die Umweltaktivistin Berta Cáceres aus Honduras ermordet. Am World Enviroment Day am 5. Juni 2020 möchten wir auf die Gefahren aufmerksam machen, denen Umweltaktivist*innen ausgesetzt sind – nicht nur in Honduras und Zentralamerika, sondern auch in vielen anderen Ländern der Welt. Frauen wie Berta inspirieren Menschen auf der ganzen Welt. Lasst uns ihren Mut feiern: #4Berta #Brave

https://www.amnesty.org/en/get-involved/take-action/verdad-y-justicia-para-berta-caceres/

Mensastand zu Chile und Venezuela

Auch am 21.2.2020, sammelten wir in der Mensa Unterschriften zu unten beschriebener Chile-Petition. Darüber hinaus machten wir auf eine Postkartenaktion zu Gunsten Geflüchteter aus Venezuela aufmerksam.

Postkartenaktion für die Geflüchteten aus Venezuela

Chile – Aufstand gegen die Regierung

Am 15.2.2020 waren wir mit einem Infostand Gast auf der Veranstaltung „Chile Despertó – Chile ist erwacht“ des Duo Contravientos.

Die Proteste der chilenischen Bevölkerung hatten sich im Oktober 2019 an einer Erhöhung der Fahrpreise für den öffentlichen Nahverkehr entzündet. Schnell kamen grundsätzlichere Forderungen hinzu, wie eine Reform des Rentensystems und eine neue Verfassung. Die Sicherheitskräfte und das Militär reagierten mit unverhältnismäßiger Gewalt auf die Proteste. Seit Beginn des Aufstandes gegen die Regierung von Präsident Sebastian Piñera sind 30 Menschen getötet worden und mehr als 400 Menschen haben teils schwere Verletzungen an den Augen durch Gummigeschosse der Polizei erlitten.

Bei der Veranstaltung mit Musik, Texten und Projektionen sammelten wir insgesamt 80 Unterschriften für eine Petition an die Regierung.

Briefmarathon

Am 20.12.2019 stellten wir in der Stadtbücherei drei ausgewählte Fälle des Briefmarathons vor. Trotz – oder vielleicht gerade wegen – der nahenden Feiertage konnten wir außergewöhnlich viele Unterschriften sammeln, was die Veranstaltung zu einem schönen Jahresabschluss für uns machte.

Mensastand

Am 25.10.2019 sammelten wir in der Mensa am Aasee Unterschriften für die inhaftierte iranische Menschenrechtsanwältin Nasrin Sotoudeh.

Weltkindertag

Am 22.9.2019 waren wir mit einem Infostand auf dem Fest zum Weltkindertag im Südpark vertreten. Die Kinder konnten sich an einem Quiz zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte beteiligen. Ihre Eltern konnten Appellbriefe zu Berta Caceres (siehe oben) und zum Fall der 18jährigen tunesischen inhaftierten Menschenrechtlerin Maissa al-Oueslati abschicken.

Inzwischen erreichte uns die Nachricht, dass Maissa al-Oueslati frei gelassen wurde. Sie selbst war von der großen Unterstützung durch Amnesty International überwältigt. Sie hätte nicht damit gerechnet, festgenommen zu werden. Dieser Vorfall bestärke sie jedoch in ihrer Entschlossenheit, sich weiter für eine positive Veränderung in Tunesien einzusetzen.

Aktionen zur Freilassung von Nasrin Sotoudeh

Am Samstag, 14.9.2019, beteiligten wir uns zusammen mit anderen Münsteraner Amnesty Gruppen an einer überregionalen Aktion zur Freilassung von Nasrin Sotoudeh. Die iranische Menschenrechtsanwältin ist aufgrund ihres friedlichen Einsatzes für die Menschenrechte zu 38 Jahren Haft und 148 Peitschenhieben verurteilt worden. Eingesetzt hatte sie sich zum Beispiel gegen die Todesstrafe und für Frauenrechte. So hat sie sich auch für Frauen eingesetzt, die gegen die Zwangsverschleierung im Iran protestiert hatten. Drei dieser Frauen sind selbst inhaftiert.

An diesem Tag machten wir mit Plakaten und Megaphondurchsagen auf ihren Fall aufmerksam und konnten viele Passanten zum Unterschreiben der Aktionspostkarten motivieren. Unterstützt wurden wir von dem persisch-deutschen Kulturverein Poll e.V.

Am Freitag, 27.9.2019, folgten wir dann der Einladung von Poll e.V. und besuchten mit unserem Infomaterial die Kulturveranstaltung „Ex Oriente Lux“, af der klassische persische Musik, Gedichte, Texte und Tanz vorgetragen wurden. Die BesucherInnen konnten neben den Appellbriefen auch Solidaritätskarten an die Familie von Nasrin Sotoudeh schreiben.

ai-Stand auf dem Christopher Street Day in Münster

Am 31.8.2019 waren wir wieder mit einem Infotisch auf dem in Münster stattfindenden Christopher Street Day vertreten. Der CSD erinnert an den ersten bekannt gewordenen Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen Minderheiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker Christopher Street im Jahr 1969. Eine Gruppe aus amnesty Mitgliedern verschiedener Münsteraner Gruppen lief auf der Demo mit mit unserem Banner: „Menschen sind nicht gleich aber ihre Rechte“. Am Infotisch standen die CSD-BesucherInnen dann interessiert und engagiert Schlange, um unsere Listen zu unterschreiben und führten spannende Gespräche mit uns. Schließlich hatten wir jeweils mehr als 160 Unterschriften gesammelt für die Beendigung der Kriminalisierung einvernehmlicher gleichgeschlechtlicher Aktivitäten im Militär in Südkorea, zum Schutz der Menschenrechte für Sexarbeiter*innen in der Dominikanischen Republik und für die Freiheit von Alejandra aus El Salvador und andere Asylsuchende in den USA. Außerdem verteilten wir Postarten, in denen Gerechtigkeit für die in Brasilien ermordete Marielle Franco gefordert wird.

Asylsuchende Transfrau aus der Haft entlassen

Am 6. September erreichte uns die Nachricht, dass die Asylsuchende Transfrau Alejandra Barrera aus El Salvador, für die wir auf dem CSD noch unterschriften sammelten, jetzt endlich freigelassen wurde. Nach ihrer Freilassung bedankte sie sich bei Amnesty International und der Partnerorganisation Translatin@ Coalation. Sie sagte: „Ich bin euch zwar noch nie begegnet, aber es ist mir eine Ehre euch eine Nachricht voller Liebe, Kampfgeist und Mut zu schicken. Mit euren unterstützenden Briefen habt ihr mir die Kraft gegeben, diesen für mich so schweren Kampf fortzusetzen. Vielen, vielen Dank. Ich bin hier und werde weiter kämpfen.“

Alejandra Barrera wird nun in Freiheit auf die Entscheidung über ihren Asylantrag warten und Amnesty International wird die Entwicklungen genau beobachten.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist Transperson-Alejandra-Flucht-Mexiko-USA-2017.jpg

Hafenfest

Am 1.6.2019 stellten wir auf dem Hafenfest unseren neuen Fall aus Honduras vor. Passanten konnten Briefe abschicken, in denen die Aufklärung der Ermordung der Umweltaktivisten gefordert wurde.

Mut braucht Schutz

Am 16.4.2019 animierten wir die BesucherInnen der Aaseemensa, die Petition zum Fall des ermordeten mexikanischen Land- und Umweltaktivisten Julián Carillo zu unterschreiben.

Weltfrauentag

Am 8.3.2019 stellten wir in der Stadtbücherei ausgewählte Amnesty-Fälle zum Weltfrauentag vor. Darunter war auch der Fall von mehreren Frauenrechtlerinnen aus Saudi-Arabien, die zu unserer großen Freude wenig später frei gelassen wurden.

1. Juni 2020